Ortsdurchfahrt für Frotheim rückt näher

Veröffentlicht am 18.03.2015 in Allgemein

NW vom 18.03.2015,von Karsten Schulz

Regionalrat stimmt beantragtem Zuschuss in Höhe von 181.000 Euro zu / Nr. 3 auf der Prioritätenliste

Espelkamp-Frotheim. Starken politischen Rückenwind haben die Pläne um den Ausbau des seit Jahrzehnten geforderten Ortsdurchfahrt Frotheim erhalten. Der Regionalrat Detmold, das "Parlament" der Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, hat sin seiner Sitzung am Montag aus dem Förderprogramm "Kommunalen Straßenbau" die von der Stadt Espelkamp beantragte Fördersumme in Höhe von 181.000 Euro ohne Gegenstimme bewilligt. Das bestätigte gestern Sprecher Andreas Moseke gegenüber der NW.

Gleichzeitig wurde das Projekt auf der Prioritäten-Förderliste auf den dritten Platz gehoben und damit als dringlich eingestuft. Das heiße jedoch noch lange nicht, dass die Zuschüsse damit auch bald fließen, holte Moseke allzu positiv gestimmte Zeitgenossen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Regionalrat Detmold sei einer von fünf Regionalräten im Lande und er habe lediglich empfehlenden Charakter. Letztendlich entscheide des Landesbauministerium darüber, welche Maßnahme denn nun gefördert werde und welche nicht. "Und wenn im Ruhrgebiet oder an der Rheinschiene irgendwo eine Brücke kurz vor dem Zusammenbrechen ist, dann fließen die zur Verfügung stehenden Gelder natürlich dorthin", so Moseke. 

Auch der Sprecher der Interessengemeinschaft Frotheimer Bürger, die sich für den Ausbau der Ortsdurchfahrt einsetzen, Günter Bünemann, muss zunächst ein wenig Wasser in den Wein der Freude gießen. Es handele sich hier lediglich um den von der Stadt beantragten Zuschuss für den geplanten Bürgerradweg bis zum Glaskamp, so Bünemann. Die Gehwege von der Tonnenheider Straße bis zur L 771 (Heidkamp) in der Ortsdurchfahrt waren überhaupt Grundlage der Entscheidung des Regionalrates. Sie sind mit 342.000 Euro lediglich Teil der gesamten Bausumme für den kompletten Ausbau der Ortsdurchfahrt, der mit gut 1,2 Millionen Euro veranschlagt wird. Auch darauf wies Bünemann noch einmal ausdrücklich hin. Natürlich freue er sich über das "positive Signal" vom Regionalrat, der damit den Frotheimern größtmögliche Unterstützung signalisiere.

Auch die Interessengemeinschaft "Pro Ortsdurchfahrt" fühle sich durch diese Zustimmung aus Detmold beflügelt. Sie sei in den vergangenen Wochen und Monaten nicht untätig gewesen. Auch er selbst habe "das ein oder andere Gespräch geführt". 

Inzwischen habe er "ganz positive Signale" erhalten und sei sich fast sicher, dass die notwendigen Flächen im weitaus größten Teil der geplanten Trassenführung zur Verfügung stünden. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW müsse jetzt "nur noch in dem ein oder anderen Fall hinterhergreifen". Lediglich im Bereich des geplanten Kreisverkehrs an der "Spinnen"-Kreuzung sei man noch nicht ganz so weit. "Aber auch hier sind wir miteinander ins Gespräch gekommen. Und das ist sehr gut so", freute sich Bünemann. Die Stadt und Klaus Hagemeier von den Stadtwerken seien immer eingebunden und begleiteten die Interessengemeinschaft sehr wohlwollend. "Es ist insgesamt ein gutes Zusammenarbeiten im Interesse der Sache."

Am Donnerstag, 16. April, kommen die Mitglieder der Interessengemeinschaft ab 20 Uhr im Gasthaus Albersmeyer zum nächsten Treffen zusammen. Bünemann überlegt, ob er den FDP-Landtagsabgeordneten Kai Abruszat zu diesem Treffen einlädt.

 
 

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