Der erste Eindruck zählt

Veröffentlicht am 21.03.2012 in Stadtentwicklung

WB vom 21.03.2012
von Arndt Hoppe

Stadt und Marketingverein entwickeln Konzepte mit Dorfgemeinschaften - neue Hinweisschilder

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Dörfer. Deshalb haben sich die Stadt Espelkamp und die Dorfgemeinschaften in Kooperation mit dem Stadtmarketing mit den Ortseingängen befasst.

Über die fruchtbare Zusammenarbeit berichtete Stadtoberbaurat Heiner Brockhagen in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses: »Wir haben Spaziergänge in den verschiedenen Ortschaften durchgeführt, an denen die jeweiligen Ortsvorsteher und Vertreter der Dorfgemeinschaften beteiligt waren«, sagte er.
Es seien Gespräche geführt und bereits einige konkrete Maßnahmen entwickelt worden. »Wir haben in den Ortschaften so viel zu bieten, aber man sieht es kaum«, sagte er.
Besonders aufgefallen sei, dass es keine einheitliche und übersichtliche Beschilderung gibt, die dem auswärtigen Besucher die Orientierung erleichtert. »Da haben wir uns gesagt, wir möchten dafür ein einheitliches Konzept.« Als positives Beispiel in der Nachbarschaft nannte Brockhagen die Beschilderung in Stemwede-Levern. Dort sind die Hinweise in Größe und Form den Straßennamens-Schildern angepasst.

Auch das Espelkamper Konzept sehe keine großen Pylone vor. Vielmehr sollen die Pfähle bestehender Straßenschilder genutzt werden. »Die Hinweisschilder sollen sich farblich am Erscheinungsbild der Stadt Espelkamp orientieren und das Farbspiel des Stadt-Logos aufgreifen«, erklärte Stadtentwickler Brockhagen. Drei Zielkategorien seien vorgesehen, denen je eine Farbe zugeordnet werde.
Auf öffentliche Einrichtungen solle künftig mit orange-farbenen Schildern hingewiesen werden. Die zweite Kategorie würden die Hotels und Gastronomiebetriebe, die grüne Schilder erhalten. Blaue Schilder sollen auf Dienstleister und Gewerbe hinweisen.

Zu den öffentlichen Einrichtungen in den Dörfern zählte Brockhagen zum Beispiel die Schulen, Kindergärten, Sportanlagen, Friedhöfe oder auch die Dorfgemeinschaftshäuser. »Wie die Schilder aussehen, kann man in der Innenstadt bereits sehen. Nahe dem Rathaus sind einige orange-farbene Wegweiser zu den öffentlichen Toiletten und zum Bürgerhaus angebracht worden.«
Die Kosten für die Ausschilderung zu den öffentlichen Einrichtungen werde die Stadt übernehmen, kündigte Brockhagen an. Die blauen und grünen Schilder müssen die Betriebe selbst tragen. Das Anbringen werde vom Bauhof der Stadt erledigt, den Firmen aber in Rechnung gestellt.

Im April will die Stadt nach Brockhagens Angaben zunächst über den Ablauf informieren. Bis Juni sei vorgesehen, dass die Konzepte der Dorfgemeinschaften vorlägen, so dass nach den Sommerferien die orange-farbenen Schilder angebracht werden könnten. Die grünen und blauen Schilder für die Betriebe werden voraussichtlich erst 2013 starten. »Wann genau, hängt auch von der Nachfrage ab«, sagte Brockhagen.

Auf Anfrage von André Stargardt (SPD) erklärte Brockhagen, dass jedes Schild 100 Euro kosten würde. Wilhelm Stockmann (CDU) begrüßte die Initiative: »Es ist gut, dass sich der Marketingverein auch um die Dörfer kümmert.«

Außer der Beschilderung ist laut Brockhagen mit den Dorfgemeinschaften auch über Bepflanzungen an Dorfeingängen und in Kreisverkehren intensiv gesprochen worden. Auch die öffentlichen Schaukästen seien ein großes Thema gewesen. Für einige Dörfer schweben Heiner Brockhagen spezielle Möglichkeiten der Profilierung vor. So könne zum Beispiel Fiestel die Bezeichnung »Rosendorf« aufgreifen und weiterentwickeln.

 
 

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